Warum bei Infrarotheizungen und der Photonenheizung keine Verbrennungsgefahr besteht
Immer wieder fragen Kunden, ob man sich an der Photonenheizung oder an Infrarotheizungen verbrennen kann. Auch gibt es oftmals Bedenken, dass Gegenstände in der Nähe oder sogar Holzwände in Brand geraten können. Nachfolgend erklären wir, warum dies nicht der Fall ist.
Um eines vorwegzunehmen: Man kann beruhigt sein!
Es besteht keine Verbrennungsgefahr, weder bei der Photonenheizung noch bei herkömmlichen Infrarotheizungen!
Auch können keine Gegenstände, Möbelstücke, Wandvertäfelungen, Gardinen, Tapeten oder ähnliches in Brand geraten.
Warum ist das so?
Zunächst liegt es daran, dass die Oberflächentemperatur der Photonenheizung im Maximum bei ca. 80°C-85°C, also relativ niedrig liegt. Herkömmliche Infrarotheizungen hingegen, können leicht Temperaturen von bis zu 140°C erzielen.
Physikalisch gesehen, reicht eine kurze Berührung der Oberfläche nicht aus, um sich zu verbrennen, da die Wärmestromdichte zu gering ist. Das bedeutet, dass an der berührten Stelle des Oberflächenmaterials die Intensität der Wärmeenergie nicht ausreicht, um eine Verbrennung zu verursachen. Allerdings empfiehlt es sich nicht, die Oberfläche dauerhaft zu berühren, da durch längeren Kontakt ein Wärmestau entsteht, der, ab einer bestimmten Temperatur und Dauer, zu Rötungen oder leichten Verbrennungen führen kann.
Aber wer legt seine Hand schon dauerhaft auf das Heizelement?
Vergleicht man die Photonenheizung oder sogar Infrarotheizungen mit anderen Heizsystemen, ist das Verbrennungsrisiko deutlich niedriger. Vielen ist nicht einmal bewusst, dass der mit Öl oder Gas betriebene Heizkörper, genauso wie ein Nachtspeicherofen, bei voller Leistung zwischen 70°C und 90°C erreichen kann. Auch Ölradiatoren können Oberflächentemperaturen von 80°C erzielen, während das Gitter von Konvektorheizungen sogar 100°C heiß wird. Nicht zu vergessen sind Heizlüfter, deren ausströmende Luft, je nach Lüfterleistung, durchaus 200°C erreichen kann.
Da diese Heizquellen schon Jahrzehnte unsere Räume erwärmen, hinter bzw. vor diversen Gegenständen und Möbeln, ja sogar hinter Gardinen stehen, stellt sich die Frage der Verbrennung für viele dieser Heizquellen gar nicht mehr.
Dazu muss man wissen, dass die Entzündungstemperatur der gängigen, im Wohnbereich vorhandenen festen Stoffen, bei über 200°C liegt. Es seien nur 2 Stoffe mit niedrigen Entzündungstemperaturen erwähnt, die in unserem Wohnbereich häufig vorkommen. Holz, mit einer Entzündungstemperatur zwischen 250°C-300°C und Baumwolle, die sich zwischen 210°C und 260°C entzündet.
Vergleicht man diese Temperaturen nun mit der Oberflächentemperatur der Photonenheizung wird schnell klar, dass die Entzündungstemperatur der in unseren Wohnräumen befindlichen Materialien mindestens 130°C höher liegt. Selbst Infrarotheizungen, mit ihren höheren Oberflächentemperaturen, liegen mindestens 60°C unter den genannten Entzündungs-temperaturen. Hinzu kommt, dass sich die im Raum befindlichen Gegenstände bzw. Materialien, nicht im dauerhaft direkten Kontakt mit der Photonenheizung oder der Infrarotheizung befinden, was eine geringere Temperaturübertragung zur Folge hat.
Selbst wenn ein Wärmestau künstlich erzeugt wird, indem z.B. ein Bett das eingeschaltete Heizelement beim Lüften abdeckt, schaltet der integrierte Überhitzungsschalter das Heizelement aus. Bei der Photonenheizung erfolgt das bei spätestens 110°C Oberflächentemperatur. Die normale Betriebstemperatur vieler Infrarotheizungen liegt sogar deutlich darüber. Bei Infrarotheizungen liegt die Abschalttemperatur meistens 20°C-30°C über ihrer maximalen Oberflächentemperatur.

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